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im nebel

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
kein Baum sieht den anderen,
jeder ist allein.

...

Wahrlich keiner ist weise,
der nicht das Dunkel kennt,
das unentrinnbar und leise,
von allem ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein,
kein Mensch kennt den andern,
jeder ist allein.

(Hermann Hesse)

1 Kommentar 5.11.11 23:40, kommentieren

happy phantom

Ich bleibe Antworten auf Fragen schuldig die nicht gestellt werden. Wie ein Phantom meiner selbst, was auch immer dieses "selbst" sein soll lauf ich schlendere ich wanke ich durch mein Leben. Immer auf der Suche - immer. Das Wonach liegt im Verborgenen. Der Keim des (Un) (Ge) Wissen schlägt Nägel in tief vergrabene Wunden, deren Ursache man nicht kennt, nicht kennen mag. Am Grund des Übel legt sich Staub über unerforschte Erkenntnisgraben. Emotionen, Gefühlsregungen scheinen nicht existent im Inneren und das was nach Außen durch zentnerdicke Schalen dringt wird missempfunden.

Gedanken werden mit der Axt der Angst entzweit, zerstückelt und verscharrt. Wirre Brocken dessen was sein könnte zerschmettern das Wertekonstrukt der Realität. Entfremdet - ver(r)eist - in dichten Nebel eingehüllt sind Zeit und Raum. Das Jetzt wird zum undefinierbaren Mysterium.

...und so ist alles was bleibt eine nicht gestellte Frage an mich selbst.

3 Kommentare 20.11.11 22:13, kommentieren

wie ein schiff auf hoher see - bei meterhohen wellen bebt mein körper - weil er mitfühlt weil er nachempfinden kann was sie wohl fühlen würde. die zeit verrinnt, nichts bleibt bestehen, surreale existez, der blick in den tunnel, gedanken werden exekutiert. Die Sehnsucht nach der Sucht flammt auf, muss sie doch im keim erstickt werden. Es eintzweit das einstige Eins, es füllt ihn aus mit Leere, Ein Paradoxon steht hinter dem anderen in der Warteschlange der Absurditäten der Empfindungen. und ich blicke von oben auf den Protagonisten dieser Szenerie - mich -

1 Kommentar 21.11.11 22:56, kommentieren

this silence is killing me - anyone please scream for me

allein die tatsache, dass der erste gedanke heute morgen an das Ende gerichtet war lässt mir die Haare im Nacken aus Erschrockenheit zu Berge stehen. Aus dem nichts, beinahe grundlos tauchen diese Gedanken und Gefühle auf, die einen Schweif an Turbulenzen mit sich ziehen, dass selbst der Sicherheitsgurt lediglich als Stoßdämpfer für den harten Aufprall dient und niemals die volle Wucht des Aufpralls abfangen kann. Die Melancholie ist ein Arschloch, das mich wieder einmal heimgesucht hat. Es reicht scheinbar in das Gesicht von einer Person zu sehen die die andere Seite erahnen kann, die einen Absturz per excellance miterlebt hat. Ich kann es nicht ertragen, weder den Gedanken daran noch die Konfrontation damit. Es schnürt mir die Luft zum Atmen ab. Diese zwei Welten werden sich nie zu einer verbinden. Ich werde diese Gedanken nie vollständig abstellen können und genauso wenig werde ich die Sehnsucht nach der Nicht-(mehr)-Existenz auslöschen können fürchte ist. Es betäubt und hüllt mich in Nebel. Ich bin müde - so richtig müde....

27.11.11 01:07, kommentieren

in manchen zeilen finde ich mich wieder

das bezieht sich sowohl hierauf als auch auf das Geschriebene von dort. Manchmal komm ich mir vor wie ein stiller "Mitleser" meines eigenen Blogs. Die Worte die die Besitzerin hier verfasst wirken oft so fremd, als ob es jemand anderer geschrieben hätte. Ich lese hier gespannt mit und teils wirkt es stark befremdlich die aufgezeichneten Gedanken mitzuverfolgen. Genauso ist es mir heute bei einem Beitrag den ich von jemand anderem gelesen habe gegangen. Er könnte in den Grundfesten dessen was ausgesagt wurde von mir stammen, auch wenn die Rahmenbedingungen andere waren. Die Gedanken an das "früher" sind verstörend. Ich verzeihe mir selbst nicht was ich mit mir machen habe lassen. Seine Mitschuld würde ich bestreiten wenn mich jemand danach fragt. Ich hätte theoretisch die Fähigkeit besitzen müssen dafür gerade zu stehen was ich möchte und was nicht. Er ist sicherlich der Meinung das ich das sehr wohl getan habe, jedoch weiß er nicht wie oft ich über Leichen (wohl oder übel meine eigene) geganen bin. Die Leiche war ein Stück meines Seelenheils das ich so schnell nicht wieder erlangen werde. Ganz davon verabschieden möchte ich mich jedoch auch nicht, würde der Kampf dann doch an Absurdität und Aussichtslosigkeit gewinnen und er wäre letztendlich vollends in Frage zu stellen. Es läuft nicht ganz rund zur zeit - ich laufe zur zeit nicht ganz rund. Zu viele Ecken und Kanten an die ich stoße, jedoch verschwinden die Hämatome mit der Zeit und lediglich kleine Narben erinnern an die Wunden aus nicht gekämpften Schlachten. Einen Plan habe ich nicht, dementsprechend aussichtlos wird die Suche nach Plan B wenn der nicht vorhanden Plan A nicht funktioniert. Alternativen gibt es nicht - es muss funktionieren. Ich muss verdammt nochmal einfach funktionieren ...

1 Kommentar 28.11.11 22:24, kommentieren

fear of the light

üblicher bzw bekannter bzw. verständlicher wäre wohl fear in the dark, jedoch ist es bei mir umgekehrt. ich mag die dunkelheit, ich mag die nacht da fühl ich mich in meinem element. das ist die zeit des tages in der ich erst anfange zu sein. ich habe angst vor dem licht des nächsten morgen. obwohl ich nicht weiß ob angst wirklich der richtige ausdruck ist. vielmehr verspür ich ein unbehagen bei dem gedanken an den beginn des nächsten tages. ich fühl mich überanstrengt, verantwortungsbelastet und kompetenzentzogen, obwohl mir jedoch mehr kompetenz zugetragen wird als ich denke erfüllen zu können. etwas alleingelassen und auf mich gestellt, unsicher und überfordert. das trifft es wohl genausogut. aber ja so mach ich halt weiter, lauf wie ein hamster im rad ohne zu wissen ob es sich noch dreht bzw. wie lange es sich noch dreht falls es in bewegung ist. der richtung bin ich mir auch noch nicht sicher. die zeit wirds zeigen ... ich wünsch mir struktur und unterstützung. wir werden sehen ob dieser wunsch in erfüllung geht

1 Kommentar 29.11.11 22:37, kommentieren

grasgrün

ich habe eine altes "gesicht" getroffen in "meiner" virtuellen welt von früher. es ist schön sie zu "sehen". es macht die vergangenheit realer. es erinnert daran wie viel zeit vergangen ist und wie viel sich zum positiven verändert hat. es macht das ganze realer, weniger absurd und "vernünftiger" das ist toll. es bringt mich zum grinsen. mir fehlen die worte

30.11.11 18:33, kommentieren

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